Standort
Dingelstädt im Eichsfeld, Nord-Thüringen
Bauherr
Privat
Baubeginn
2011
Fertigstellung
2013
Nutzung
Wohnen
Fläche
300 m²
Leistungsphasen
1 - 9
Volumen
300.000 €
Sanierung eines Einfamilienhauses im Eichsfeld
Die Bauherrin hatte den Wunsch ein altes Haus aus dem Jahr um 1900 zu einem Wohnhaus umzuwidmen. Das Kellergeschoss wurde vermutlich bereits vor 500 Jahren in Natursteinbauweise als Gewölbe gebaut.
Das Erdgeschoss wurde in klassischer massiver Tonziegelbauweise in den Jahren nach 1900 mehrfach erweitert und ist regional unter dem Begriff "Kaffeehaus" Stadt bekannt. Alle weiteren aufgehenden Geschosse wurden als Fachwerkbau hergestellt. Das gesamte Gebäude stand im Jahr 2011 seit gut 20 Jahren leer.
Leider konnten die Fachwerkteile des Gebäudes nicht mehr gerettet werden und somit entschieden wir gemeinsam diese Teile abzutragen.
In gleicher Tradition haben wir die Geschosse wieder massiv und auch in moderner Holzrahmenbauweise hergestellt und die alten Materialien als Zitat wieder verwendet. Die Steine, als auch alten Holzmaterialien wurden aus der Umgebung organisiert und wieder eingebaut.
Türen aus einer alten Villa in Pößneck, Balken aus Wanfried, Steine Dünnformat aus Friedrichstal und von einem regionalen Containerdienst
Alle Materialien wurden roh belassen und traditionell verwendet. Die Holzbalken wurden gebürstet und wieder eingebaut. Die Ausfachung erfolgte mittels Lehmsteinen und Lehmfarbe. Die Ziegelsteine wurden von alten Putzresten befreit und neu als Sichtmauerwerk vermörtelt. Im Erdgeschoss konnten trotz der Rohbauarbeiten die Holzfussböden und die Holztreppe erhalten werden.
