Standort
Steinweg, 07743 Jena
Bauherr
Gewerblicher Bauherr
Baubeginn
2018
Fertigstellung
2021
Nutzung
Büro und Einzelhandel
Fläche
8.134 m²
Leistungsphasen
1 - 5
Volumen
30.000.000 €
Neubau eines Büro-und Geschäftsgebäudes | 07743 Jena
Ein Software-Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren zu einem bedeutenden Faktor des Jenaer Wirtschaftsstandortes entwickelt und hat darüber hinaus große Bedeutung im weltweiten Wirtschaftsraum erreicht. Das Unternehmen trägt mit seinen zahlreichen Arbeitsplätzen wesentlich zur positiven Entwicklung und zum Wohlstand der Stadt bei. Deshalb war das Ziel des 2013er Wettbewerbsentwurfs, attraktive Büro- und Gewerbeflächen zu generieren, die durch ihre effiziente und wirtschaftliche Bauweise ein Vorbild für die Architektur im Zentrum Jenas sind.
Ebenso große Bedeutung hatte auch die Sicherung von Jena als IT- und Wirtschafts-Standort, sowie die Wahrnehmung des Hauptmieters (der Intershop Communications AG) in der Öffentlichkeit durch ein signifikantes Bauwerk zu verbessern.
Erste Arbeiten und Standortanalysen entstanden in einer Arbeits-Gemeinschaft mit dem Jenaer Planungsbüro 'pbr'.
Das Gebäude gliedert sich in ein Erdgeschoss, welches Einzelhandel beherbergt und die darüber liegenden 7 weiteren Büroetagen. Eine Tiefgaragenebene bietet die Möglichkeit zu Unterbringung von Technik, Stellplätzen, Fahrrädern und Abstellmöglichkeiten. Das Gebäude ist als Stahlbetonskelettbau ausgeführt. Dabei sind die Wände der Tiefgarage im Bohrpfahlverfahren erstellt. Der Vorteil dieser Konstruktion besteht darin, dass keine Anker auf die benachbarten Grundstücke verbracht werden müssen. Die Technik zur Lüftung und Kühlung des Gebäudes befindet sich im 6. und 8.OG. In den Etagen 1. – 5.OG, sowie in den Turmetagen 6. – 7.OG befinden sich Büroflächen. Alle Büroetagen sind mit öffenbaren Fenstern ausgestattet. Eine mechanische vortemperierte Grundlüftung sorgt ebenfalls für frische Luft in den Flächen. Über gelochte Schallschutzdeckensegel wird der Raum zusätzlich zur Raumlüftung beheizt und gekühlt. Ein Doppelboden erlaubt es nachträgliche Kabelinstallationen vorzunehmen. Die Fassade folgt dem Gebäuderaster von 1,25m. In den Achsrastern von 7,50m stehen jeweils Stahlbetonstützen, die auch in der Fassade sichtbar gemacht werden. Durch eine weitere Stütze auf 3,75m entstehen nahezu quadratische Fassadenfelder bestehend aus horizontalen Riegeln und senkrechten Stützen. Die dazwischen gespannten Glasscheiben folgen diesem Fassadenraster. Im EG und 1.OG wird dieser Gliederung durch Reduzierung der horizontalen Riegel als Sockel ausgebildet. Dabei folgt der Turmauftakt dem Stadttor Gedanken, der später auch auf der Frauengassenseite gebaut werden soll. Der Turm wird in diesen beiden Geschossen mittels Stützen freigestellt und bildet an der Straßenecke Eisenbahndamm – Steinweg eine Kolonnade aus. Der Intershop Haupteingang befindet sich an der südlichen Gebäudeseite. Im Fortgang der Südfassade ist der Eingang zum Einzelhandel angeordnet. An der Westseite befindet sich die Anlieferung zum Einzelhandel/ Intershop, die zeitgleich auch den Zugang zum 2. Treppenhaus bildet.
